g i r l e a t e r
D ä m o n Definition 1
D ä m o n e n - N a t u r
D ä m o n 2
G o e t h e

G I R L E A T E R ???

M A R K U S : Es gab eine Zeit, da war der Mensch unschuldig. Ein jungfräuliches unverdorbenes Gehirn sozusagen. Vermutlich saß unser Urururururururururururururururururururrugrossvater irgendwo in der afrikanischen Savanne, kaute ein paar Früchte und betrachtete den Sonnenuntergang. Irgendwann, zu irgendeinem Zeitpunkt in der Frühgeschichte, als unser Vorfahr schon begonnen hatte, Jagdszenen an Höhlenwände zu malen, muss es passiert sein... Ein Windhauch, der das Lagerfeuer zum Flackern bringt und schaurige Lichter auf die Zeichnungen an der Wand wirft, oder gar der eigene Schatten unseres wulststirnigen Ahnen, der sich plötzlich, wie von selbst zu bewegen scheint. Der Schrecken muss groß gewesen sein, und eine Erklärung war schnell gefunden: Geister, Shaitan, Memnoch, Azrael, Satan, Yog-Shothoth, Tiamat, Quetzalcoatl, Baal, Cthulhu, kurz gesagt: Teufel und Dämonen. Seitdem ist 's aus mit der Unschuld. Unwiederbringlich. Wir sind verdorben bis ins Mark. Unsere Gedanken kreisen um gehörnte, haarige Gestalten, die uns peinigen, wir schreiben ihnen alles zu, was wir uns nicht erklären können. Die armen (Teufel) müssen für alles herhalten, was schlecht ist. Merkwürdigerweise scheinen wir sie zu lieben. Ja, wir lernten sogar, sie uns nutzbar zu machen. Keine Kathedrale, die nicht über und über mit wasserspeienden Dämonefratzen verziert ist. In den (katholischen) Alpen wird noch heute sehr gerne der heidnische (!) Brauch gepflegt, behelfs Teufelsfratzen und zottigen Kostümen den Winter auszutreiben. Und die Höllenvisionen eines Hieronymus Bosch, voller mehrköpfiger, grinsender, grotesker Gestalten, die arme Menschseelen in Kochtöpfen garen, sind so lustvoll schrecklich, dass Zweifel an der Gesinnung des guten Herrn Bosch aufkommen (gesegnet sei er dafür). Es ist überflüssig, an dieser Stelle auch noch die vielen satanischen Auswüchse der Filmindustrie zu erwähnen. Sie sind Legion. Indem wir dem Schrecken Gestalt verleihen, bannen wir ihn, denn was Gestalt hat, ist nicht länger unwirklich und angsteinflößend. Und indem wir ihn mit einem Augenzwinkern betrachten, machen wir ihn endgültig zum Popanz. Die Urheber dieser Homepage manifestieren ihre eigenen Dämonen, treiben lustige Katharsis mit dem Horror, und drehen Freud bocksbeinig eine lange Nase. In diesem Sinne: Viel Spaß.

J O C H E N : Wer sich verständlicherweise die Frage stellt Was soll das Ganze?, dem kann ich leider auch nur antworten: "keine Ahnung..." - aber schließlich gibt es ja auch einen Wiener Opernball, die Zeugen Jehovas und Zeitschriften, die sich mit dem Liebesleben ehemaliger Schlagersänger oder VIP-Friseure befassen. Und darin einen tieferen Sinn entdecken zu wollen, kann durchaus zu einer langwierigen beziehungsweise langweiligen Beschäftigung geraten.
Da liegt es doch näher, die schillernde Oberfläche anzukratzen und in die Abgründe der menschlichen Seele einzutauchen. Eben dort wohnen nämlich unsere Dämonen - in direkter Nachbarschaft zu guten Geistern, mit denen sie ständig um die Vorherrschaft in unserem Innern ringen. Aber Gut und Böse sind schon weit gefasste Begriffe, die sich nicht immer so klar von einander trennen lassen, wie wir das gemeinhin glauben.

Jedenfalls muss die Welt DIE WAHRHEIT erfahren - die Wahrheit hinter den Dingen hinter den Dingen hinter (... usw. - na ihr wisst schon). IHR SOLLT GEWAPPNET SEIN, wenn sie sich zeigen, wenn sie aus dem Unterbewusstsein auftauchen, an eure innere Tür klopfen und euch aus der Bahn zu werfen gedenken. Wenn ihr über ihre Existenz wisst und mit ihrem Auftauchen rechnet, dann - ja dann gibt es Hoffnung...
Wenn ihr nämlich das "Outcoming" eures persönlichen Scheinehunds, Beelzebubs, Grltrs o.ä. gelassen kommentieren könnt mit "...na und?" oder "die Zähne solltest du gelegentlich wieder putzen!" oder "Haste mal 'ne Mark?" - dann habt ihr sicher einen ersten Überraschungssieg gegen die andere Seite in der Tasche. Werdet euch also eurer Dämonen bewusst, dann geht ihr gewappnet in den Kampf gegen das Böse dort draußen. Doch seht euch vor, es gibt dunkle Dinge, die weit mächtiger als eure bescheidenen negativen Energien sind, und es gibt Sätze, die sind voll Pathos und gar so lang, beinahe zu lang, um sie fehlerfrei zu Ende zu bringen zu können ... oder so.
Jedenfalls, hier noch ein guter Rat zum Schluss:


"...so ist denn keine stärkere Waffe gegen die bösen Geister in uns und um uns,
als ... der Humor."
- Hubertus Maledictor: Die Dämonischen Verse -

G I R L E A T E R (oder GRLTR) = D Ä M O N

Meyers großes Taschenlexikon in 24 Bänden;

PANDÄMONIUM - pandemonium:
Die Gesamtheit und der Versammlungsort aller bösen Geister

- Hubertus Maledictor: Die Dämonischen Verse -

KLUGEs Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache

 

D Ä M O N

Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,
Die Sonne stand zum Gruße der Planeten,
Bist alsobald und fort und fort gediehen
Nach dem Gesetz, wonach du angetreten.
So mußt du sein, dir kannst du nicht entfliehen,
So sagten schon Sibyllen, so Propheten;
Und keine Zeit und keine Macht zerstückelt
Geprägte Form, die lebend sich entwickelt.

As on the day that they lent you to the world,
the sun stood up to greet the planets
and you thrived immediately and from then on,
following the law that permitted your arrival.
So must it be - you cannot flee yourself -
thus said the sibyls and the prophets;
And neither Time nor Might can break into pieces
the form that is cast and that develops, living.

- Johann Wolfgang von Goethe (1817) -

 
Mehr Zitate und (bald noch viel mehr) Interessantes findet ihr bei
g i r l e a t e r
D ä m o n Definition 1
D ä m o n e n - N a t u r
D ä m o n 2
G o e t h e